Online Leads gewinnen mit der eigenen Website

29. Juni 2022
Cuong Le

Online Leads generieren bedeutet, mit gezielten Maßnahmen wertvolle Kontaktdaten von potenziellen Kunden zu sammeln, indem auf der Website ein interessanter Mehrwert angeboten wird. Dazu werden den Website-Besuchern Anreize gesetzt, die sie dazu verleiten, ihre Kontaktdaten preiszugeben und an Ihr Unternehmen zu übermitteln. Was der Vorteil der Online-Leadgenerierung ist und wie sie funktioniert, verrät Ihnen dieser Artikel.

Warum ist die Online-Leadgenerierung so wichtig?

Mit dem Begriff Leads werden Interessenten bezeichnet, die Ihrem Unternehmen freiwillig ihre Kontaktdaten gegeben haben. Im ersten Schritt handelt es sich meistens zunächst einmal um die E-Mail-Adresse, in einem späteren Schritt vielleicht auch noch die Adresse und/oder Telefonnummer und weitere wertvolle Daten. Wenn die Daten freiwillig herausgegeben wurden, darf Ihr Unternehmen diese Leads kontaktieren, um sie an das Unternehmen zu binden und Interessenten zu Kunden zu machen. Das macht die Online-Leadgenerierung für Unternehmen so wertvoll.

Allerdings brauchen Unternehmen vor allem sogenannte qualifizierte Leads, also Kontaktdaten von potenziellen Kunden. Denn wahllos Kontaktdaten von irgendwelchen Menschen zu sammeln, die gar nicht zur anvisierten Zielgruppe gehören, führt nicht zum Ziel. Um qualifizierte Leads zu generieren, sollte man sich zudem vorher genau überlegen, was man mit den Kontaktdaten machen will. Soll ein Newsletter verschickt werden, reicht die Mailadresse. Nach der Telefonnummer zu fragen, wäre in diesem Fall unsinnig und gleichzeitig eine größere Hürde für den potenziellen Kunden, überhaupt Daten einzutragen. Doch wie schafft man es, qualifizierte Leads zu generieren?

Schritt 1: Traffic für Leads generieren

Um Leads mit der eigenen Website zu generieren, muss zunächst einmal der Traffic gesteigert werden. Hierbei sollte immer im Hinterkopf behalten werden, welche Leads Ihr Unternehmen braucht, um daraus später Kunden machen zu können. Nachfolgend werden die wichtigsten Maßnahmen kurz vorgestellt:

Suchmaschinenoptimierte Landingpages (SEO)

Eine der wichtigsten Maßnahmen zur Online-Leadgenerierung sind suchmaschinenoptimierte Landingpages. Die Landingpage informiert immer über eine konkrete Dienstleistung oder ein spezielles Produkt, sodass die Besucher schon mal grundsätzlich Interesse an Ihrem Angebot haben werden. Relevanter Content mit starken Keywords und einer klaren Struktur hilft dabei, dass Google die Inhalte als relevant einstuft und die Landingpage weit oben in den Suchergebnissen platziert. Dadurch generiert die Landingpage viel Traffic von potenziellen Neukunden.

Landingpages fürs Suchmaschinenmarketing (SEA)

Eine weitere Möglichkeit, um potenzielle Kunden auf die eigene Website zu locken und qualifizierte Leads zu generieren, ist Suchmaschinenmarketing. Das bedeutet, dass bezahlte Werbung in den Suchanfragen von Google geschaltet wird, um die Zielgruppe auf das eigene Unternehmen aufmerksam zu machen. Während Suchmaschinenoptimierung oft sehr lange dauert, kann man mit SEA die Zielgruppe gleich ganz oben in den Suchergebnissen abholen. Empfehlenswert ist, auch für die SEA-Anzeigen eine exakt passende Landingpage zu erstellen, die sich genau auf die Inhalte der Anzeige bezieht. Keywords müssen hier nicht eingebaut werden, da der Zugang zu der Landingpage durch Klick auf die Anzeige erfolgt. Wer auf die entsprechende Anzeige klickt, hat schon mal Interesse am beworbenen Angebot, sodass sich hieraus qualifizierte Leads ergeben können.

Social Media

Social Media sind heute eine gängige Methode, um potenzielle Kunden auf Ihr Unternehmen aufmerksam zu machen und Leads zu gewinnen. Social Media Marketing wirkt am besten, wenn regelmäßig relevante Inhalte gepostet werden. Es sollte genau darauf geachtet werden, welche Plattformen die Zielgruppe überhaupt nutzt. So ist LinkedIn eine reine B2B-Plattform, wo Führungskräfte ein berufliches Netzwerk aufbauen und ihre Expertise mit Postings beweisen können. Instagram, Facebook oder TikTok wiederum eignen sich eher für die Ansprache von Interessenten im B2C-Business. Facebook nutzen eher Ältere, auf TikTok eher Jüngere und auf Instagram alle, wobei diese Plattform sehr visuell geprägt ist und für erklärungsbedürftige Produkte vielleicht nicht unbedingt geeignet ist. Durch das Posten passender Inhalte werden genau die Menschen auf Ihr Unternehmen aufmerksam gemacht, die als potenzielle Kunden gelten können.

Schritt 2: Traffic in Leads umwandeln

Wurden mit den oben genannten Maßnahmen zielgruppenspezifischer Traffic auf Ihre Website gelockt, bedeutet das allerdings noch nicht, dass dadurch automatisch Leads generiert werden. Für nichts und wieder nichts gibt kein Mensch seine Kontaktdaten einem Unternehmen preis. Das Unternehmen muss den Interessenten im Gegenzug etwas bieten, damit sie ihre Daten herausrücken. Die exklusiven Inhalte müssen so verlockend sein, dass die Interessenten bereit sind, dafür ihre Daten herzugeben. Nachfolgend finden sich dafür die besten Maßnahmen:

Content zum Download

Um Traffic in Leads zu verwandeln, können Sie den potenziellen Kunden exklusiven Content zum Herunterladen anbieten. Um an den begehrten Inhalt zu kommen, wird der Interessent aufgefordert, seine Mailadresse zu hinterlassen. Je nach Unternehmen können die versprochenen Inhalte zum Beispiel Fachartikel, E-Books, Whitepapers, Checklisten, Case Studies, Webinare, Infografiken, Podcasts oder andere Formate sein. Hauptsache ist, dass die Inhalte die Expertise des Unternehmens widerspiegeln. Um an den exklusiven Inhalt zu kommen, muss der Interessent dann seine Daten eingeben. Ist der versprochene Inhalt exklusiv und vielversprechend genug, wird er das auch tun.

Newsletter-Abo

Eine weitere Möglichkeit, um an qualifizierte Leads zu kommen, ist das altbewährte Newsletter-Abonnement. Ein Newsletter verspricht den Interessenten, sie regelmäßig mit exklusiven Informationen zu versorgen. Um ihn zu erhalten, muss der Interessent den Newsletter abonnieren, indem er seine E-Mail-Adresse angibt. Dabei muss darauf geachtet werden, dass der Newsletter Inhalte mit Mehrwert verspricht. So können Newsletter zum Beispiel über Neuigkeiten aus der Branche informieren und/oder auf Sales und Schnäppchen hinweisen. Der Interessent muss das Gefühl haben, dass er von dem Newsletter profitiert, damit er bereit ist, seine Daten einzugeben.

Fazit

Um qualifizierte Leads zu generieren, muss zuerst ausreichend Traffic der Zielgruppe auf Ihre Website gelockt werden, zum Beispiel durch suchmaschinenoptimierte Landingpages (SEO), Landingpages fürs Suchmaschinenmarketing (SEA) oder Social Media. Anschließend müssen die Interessenten mit vielversprechendem Content zum Download oder einem verheißungsvollen Newsletter-Abo dazu gebracht werden, ihre Kontaktdaten preiszugeben. Mit diesen Kontaktdaten kann Ihr Unternehmen dann daran arbeiten, aus den Interessenten zahlende Kunden zu machen und sie ans Unternehmen zu binden.

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